Nordkap! Birbaums waren da!

Nordkap! Birbaums waren da

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Juni 17th, 2010 @ 05:06:56 , using 89 Wörter, 35676 Ansichten
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Am 24. April 2010 gestartet, nach 266 Std. 6 Min. im Sattel, 4'181 km gefahren und 23'302 Meter Gesamtaufstieg sind wir glücklich und zufrieden am Nordkapp angelangt. Unsere Reise geht weiter. Wir werden ab Honningsvåg das Hurtigruten Postschiff nach Hammerfest nehmen und dann den Fjorden entlang bis nach Torsken fahren. Wir setzen dann mit einer Fähre über nach Andenes auf den Versterålen und radeln dann über die Lofoten nach Å. Danach geht es mit der Fähre nach Bodø, von wo wir am 16. Juli 2010 zurück in die Schweiz fliegen werden. Also bleibt dran.

 

 

 

Wir sind in Åmål am Vänern See, dem grösste See in Schweden

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Mai 21st, 2010 @ 19:45:14 , using 269 Wörter, 1153 Ansichten
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20.5.2010

Heute begann die Fahrt mit einer Irrfahrt durch den Dschungel was uns ca. 5 Zusatzkilometer und viel verlorene Zeit kostete. Danach führte uns die Route durch das Dalsland mit schönen Wäldern und weiten flachen Ebenen. Wir folgten dem Dalslandleden, das ist eine ausgeschilderte Veloroute, die kreuz und quer durch Wald und offene Gegend führt. Auf markierten Wegen, auf welchen im Winter Langlauf-Loipen gespurt werden, absolvierten wir ein Trocken-Langlauftraining über 5 km. Anschliessend entschieden wir uns die nächsten 30 km Strecke auf normalen Strassen zu fahren und genossen dabei die sachte Hügelfahrt. Schweden ist gross, dass sieht man auch auf den Friedhöfen, wo jeder für die letzte Ruhestätte jeweils einen geräumigen Platz bekommt. In Mellerud (nach 68 km), assen wir unser Mittagslunch und planten unsere Weiterfahrt. Die E45 erschien uns gestern als Autobahn, weshalb wir eine weite Umfahrung ins Auge fassten, was ein Tagestotal ca. 130 km gemacht hätte. Wir erkundigten uns bei Einheimischen, ob die E45 für Radfahrer offen sei, was diese uns bestätigten. Erleichtert machten wir uns auf den Weg. Da auf dieser Schnellstrasse wenig Verkehr herrschte, entschieden wir uns, den Rest der heutigen Route auf dieser Strasse zu bleiben. Die Sonne und der neue erstellte Asphaltbelag heitzten richtig ein. Der Belag war so neu, dass er an den Reifen klebten. Wir kamen nicht schlecht ins Schwitzen. Die Auswertung der Route zeigte einen weiteren Grund für die Anstrengung und zwar machten wir bei Kilometer 90 einen Aufstieg von 100 Metern. Nachdem wir das Zimmer bezogen und geduscht waren, gingen wir ins Städtchen Essen und spazierten dem Ufer entlang nach Hause.

 


Viel Raum für die letzte Ruhe

Die Unterkunft

Vor der Unterkunft

 

 

Erste Etappe in Schweden

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Mai 19th, 2010 @ 20:51:50 , using 364 Wörter, 732 Ansichten
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19.5.2010

Heute begann der Tag mit Sonnenschein, so dass wir mit leichter Bekleidung starten konnten. Mit den voll bepackten Rädern teilten wir die Radspur mit vielen, wohl zur Arbeit fahrenden Leuten. Auf jeden Fall schienen diese nicht so motiviert zu sein wie wir. Sie bewegten sich eher in einem gemächlichen Tempo und wir mussten immer wieder überholen. Es ist halt schon schön in einer Allee mit eigener Spur einer Hauptstrasse entlang zu radeln. Den Radfahrern wird in Göteborg übrigens immer der Vortritt gewährt. Der Weg führte dann durch ein grossen Industriegebiet mit allem was wir bei uns auch kennen. Sogar Peters Lieblingsgeschäft das „Bauhaus“ gibt es hier in Schweden. Die Route führte uns durch flaches, abwechslungsreiches Landwirtschaftsgebiet. Da ein mässiger Gegenwind blies, mussten wir recht in die Pedalen treten. Bei Bohus protze eine grosse Festungsanlage auf einer Erhöhung. Geblendet von diesem Bild haben wir uns prompt über eine grosse Bücke begeben und auf der anderen Seite festgestellt, dass dies wohl falsch war. Also hiess es rechts umkehrt und die kleinere, aber richtige Überführung anzupeilen. Bei Lilla Edet signalisierte eine Verkehrstafel eine Baustelle mit Durchgangsverbot. Die beiden Damen, welche wir nach Rat fragten, erklärten uns dass eine Brücke im Umbau sein und darum eine Weiterfahrt auf dieser Strasse nichts bringt und wir eine Umfahrung von einer schwedischen Meile (10 km), machen müssten. Von den vielen Aufstiegen haben die beiden aber nichts gesagt. Die 10 km entpuppten sich als wahrhafte Bergetappe. Uns kam das Bild von Burg Falkenstein in den Sinn. Ein Aufstieg war, diesmal zwar nur 150 m, aber ebenso steil. Der letzte Teil unserer heutigen Etappe ging eigentlich immer rauf und runter. Bei Trollhättan, unserem heutigen Ziel, passierten wir ein Brücke mit fantastischem Blick auf eine Wasser-Stauanlage, die mit verschiedenen Wasserarmen ganz pompös in die felsige Landschaft eingebettet ist. Da die Jugi erst um 17 Uhr öffnete wollten wir beim Informationsbüro Unterlagen besorgen. Doch das Büro schliesst bereits um 16 Uhr und wir kamen 10 Min später an. Wir kauften noch Proviant für die nächsten Tage ein und konnten dann das Zimmer beziehen. In der Jugi hausen etwa 20 junge französische Studenten, die ganz froh waren, dass hier jemand mit ihnen französisch spricht.

 


Burganlage bei Bohus

Kirche bei Stauanlage

Stauanlage

 

Freier Tag in Göteborg

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Mai 18th, 2010 @ 17:46:28 , using 264 Wörter, 706 Ansichten
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18.5.2010

Die Jugendherberge von Göteborg liegt ganz nahe am Stadtzentrum. Nach dem Zimmerbezug spazierten wir gestern Abend gemütlich durch die Stadt. Im Restaurant Vasastan verköstigten wir uns mit feinen, pikanten Pastas. Heute früh ging es los mit der Beschaffung von Informationsmaterial, um gezielt die für uns interessanten Plätze zu finden. Durch die Stadt zu schlendern macht Spass. Vor allem weil hier kein Gefühl von Hektik aufkommt. Autoverkehr hat es eher wenig, viele Leute sind per Fahrrad unterwegs. Die Strassen sind grosszügig, mit Extraspuren für Fahrräder und Fussgänger, angelegt. Die grossen Verkehrsströme werden um und unter der Stadt geführt. Beim Hügel rauf- und runtergehen bemerkten wir wie schön das Bewegen im Sitzen auf dem Rad eigentlich ist. Die vielen Kilometer zu Fuss machten sich in den Beinen spürbar. Gegen Mittag verzogen sich die Wolken allmählich und die Sonne konnte mit voller Kraft wirken. Da merkten wir, dass unsere Kleidung nicht für diese Temperaturen geeignet waren. Nachdem wir auf dem Vorplatz eines Kaffees, die Schweden sitzen sogar auf Kissen auf den Treppen, unsere Mittagssuppe gegessen hatten, gingen wir in die Unterkunft um uns umzukleiden. Göteborg ist eine sehr saubere und wirklich sehenswerte Stadt. Wir haben einige Parks, die alle sehr gut gepflegt sind, besucht. Auch die Innenstadt mit den grossen Shoppingmals sahen wir. Wir haben uns gute Strassenkarten von Schweden und Norwegen besorgt. Es kann also morgen, mit neuen Ketten an beiden Fahrrädern, weitergehen. Wir werden schätzungsweise die gleiche Distanz, die wir bis hierher gefahren sind, alleine in Schweden ab radeln.

 


Altes Göteborg


Skansen Kronan


Bahnhof Göteborg


Lustiger Baumstamm

Blüte im Tropenhaus

Das Tropenhaus

 


Trädgardsföreningens Park

 

Endlich Rückenwind – Göteborg erreicht!

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Mai 17th, 2010 @ 21:36:06 , using 248 Wörter, 723 Ansichten
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17.5.2010

Der Tag begann früh. Um 5:30 klingelte der Wecker. Das Morgenprogramm war gedrängt mit Frühstücken, Velo beladen, an den Flughafen fahren (6 km ~ 20 Min.). Pias Fahrrad flugtauglich machen, d.h. Pedalen entfernen, Lenker drehen und die heiklen Teile mit Karton schützen. Unser emsiges Treiben vor dem Flughafengebäude machten den wartenden Taxifahren Spass. Das Einchecken verlief problemlos (Velo gratis! Ob es auch transportiert wurde?) Unser Vorbereitungen wurden vom Bodenpersonal gelobt. Nun hiess es Abschied nehmen. Schade dass wir nicht zu dritt weiter fahren können. Doch die Arbeit ruft, Pia kann nicht länger bleiben.

Endlich, mit viel Rückenwind und ebenem Terrain, so hat sich Karin Dänemark vorgestellt, brausten wir unserem heutigen Ziel entgegen. Da wir so früh in Frederikshavn eintrafen, entschlossen wir uns, heute schon mit der Fähre nach Schweden zu fahren. Ortsunkundig folgten wir im Hafengelände dem Fussweg zum Schiffsanlageplatz. Dazu mussten wir über eine Passerelle, die mit einem Aufzug zu erreichen war. Dieser war aber so klein, dass jeder von uns einzeln und mit aufgestelltem Fahrrad fahren musste. Das ist mit einem solchen Bagage etwa gar nicht so einfach. Die Szene wäre dennoch ein Video wert gewesen. Wir konnten unsere Fahrzeuge im Bauch der Fähre, wie es sich gehört schön vor den grossen Lastern, hinstellen. Verrückt, was in einem solchen Schiff alles Platz hat. Das Beladen der Autos wollte fast nicht enden. Die Überfahrt verlief ruhig und wir nutzen die Gelegenheit die letzten dänischen Kronen auszugeben. Ab jetzt sind schwedische Kronen gefragt.


Dänemark ade

Einfahrt Göteborg

Karin im Bauch der Fähre

Aalborg erkundet

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Mai 16th, 2010 @ 20:13:39 , using 266 Wörter, 766 Ansichten
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16.5.2010

Nachdem wir im kleinen Hotelzimmer gut geschlafen und uns am Morgenbuffet verköstigt hatten, ging es los auf die Erkundungstour durch Aalborg. Diese Stadt hat einen sehr schönen alten Kern und in der Hafengegend, wo unser Hotel steht, werden viele Neubauten und Parkanlagen erstellt. Auch die Strassen sind im Umbau begriffen. Wir schlenderten durch die Gassen, orientierten uns über Busverbindungen an den Flughafen und spazierten dann dem Ufer des Fjords entlang stadtauswärts. Dabei konnten wir mitansehen, wie die beiden Brücken, eine Eisenbahn- und eine normale Brücke für den Durchlass eines Segelschiffes hochgezogen wurden. Imposant wie die grossen, schweren Flächen in die Höhe gekippt und dann wieder runter gelassen werden. Wir stiessen auch auf die Destillerie, wo Aalborger Akvavit hergestellt wird, siehe Foto speziell für Peter E. Am frühen Nachmittag fuhren wir die Strecke zum Flughafen ab. Es wird morgen früh also kein Problem sein, die 6,5 km zurückzulegen und Pia rechtzeitig zu ihrem Flug zu begleiten. „Farvel Danmark“!

Ja, für mich ist die Radtour hier nun wirklich zu Ende. Es war eine erlebnisreiche und eindrückliche Zeit mit Alfons und Karin die gesamte Strecke von Baar nach Aalborg auf dem Rad und mit eigener Muskelkraft zurück zu legen. Viele der Eindrücke werden mir immer in Erinnerung bleiben und gerne wäre ich nun auch noch weiterhin als Reisegefährtin dabei geblieben. Ich wünsche euch beiden noch eine unfallfreie Weiterfahrt mit schönen Erfahrungen und Eindrücken. Gerne werde ich eure Tagesberichte verfolgen und manchmal mit euch leiden. Händ sorg zonenand ond gnüssid die Zyt!!

 

 


In der Innenstadt Aalbor

Aalborg

Hier wird Akvavit hergestellt

Pia und Karin im Schlosspark

Im Schlosspark

 

Pia hat Ziel erreicht! Das ist super.

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Mai 15th, 2010 @ 17:30:58 , using 193 Wörter, 745 Ansichten
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15.5.2010

Zum ersten Mal mussten wir heute unser Zmorge selber zubereiten, was aber in der gut ausgestatteten Küche des Campinghäuschens kein Problem war. Auch bei Alfons ist die Luft draussen (am Hinterrad natürlich) – Ventilbruch beim Pumpen? oder durch die vielen Schläge. Vor der Wegfahrt hiess dies zuerst Schlauch wechseln und wieder aufpumpen. Die heutige und letzte Strecke für Pia betrug rund 50 km und führte durch verschiedene Wälder und ein Naturschutzgebiet. Die Hügel waren etwas flacher als gestern. Kurz vor Aalborg peilten wir das IKEA-Einkaufshaus an, weil wir uns dort zum Zmittag verpflegen und auch gleich noch Verpackungsmaterial für Pia's Velo besorgen konnten. Als wir dann unsere Weiterfahrt antreten wollten, begann es zu regnen, somit legten wir die letzten Kilometer zum Hotel in Regenkleidern zurück. Das Hotelzimmer war etwas eng, doch mit ein paar Verrenkungen, kamen wir an einander vorbei. In strömendem Regen bummelten wir noch durch Aalborg mit seinen alten Gebäuden und den vielen Plätzen mit Skulpturen. Für Pia ist die Radtour nun leider bereits zu Ende – es heisst nun noch den Flughafen finden, das Velo flugtauglich verpacken und den morgigen Tag in Aalborg geniessen.

 

 

Im Rold Skov

 

Die dänischen Hügel habens in sich!

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Mai 15th, 2010 @ 14:46:35 , using 261 Wörter, 757 Ansichten
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14.5.2010

Nach reichhaltigem Frühstücksbuffet mit Speck und Ei und alles, was dazu gehört, begann der Tag erfreulich. Unser Gastherr war uns bei der Reservation unserer nächsten Unterkunft sehr behilflich. Somit konnten wir getrost die geplante Strecke von Ry nach Hobro in Angriff nehmen. Bereits vor dem Haus begann der erste Anstieg. Kaum zu glauben, obwohl der höchste Punkt Dänemarks nur gerade 173 m.ü.M. liegt, machten wir heute 567 Höhenmeter. Es gibt hier wohl kaum einen Strassenkilometer ohne Hügel. Das heisst wir haben sicher an die 80 Hügel überwunden und wenn es dann runter ging, blies uns der Wind entgegen, dass auch die Talfahrt noch eine Anstrengung war. Wir machen das ja freiwillig und wollen uns nicht beklagen. Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen – also wir wollen das ja auch! Alfons's GPS (heute unser Freund) schickte uns nach ¾ der Strecke weg von der Hauptstrasse über Land, wo wir plötzlich durch eine lange wunderschöne Allee fahren konnten. Auch sonst ist die Landschaft sehenswert und die vielen gepflegten Bauernhöfe sind eingebettet in die Hügel. Auf unserem Weg fuhren wir wiederholt an Christbaumplantagen vorbei, wahrscheinlich werden wir diese Tannenbäume an Weihnachten wiedersehen. Das vor reservierte Häuschen auf dem Campingplatz oberhalb Hobro erreichten wir bei Sonnenschein und konnten vor dem Sonnenuntergang (21.25 Uhr) noch einen Spaziergang durch das Städtchen an den Mariagerfjord machen. Nach einem feinen Spaghettischmaus sitzen wir nun gemütlich bei einem Glas italienischen Wein und lassen den Abend ausklingen.                      

 


 

 

 

 

Fahrt durch die Allee

Blick auf Hobro

 

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