Nordkap! Birbaums waren da!

Nordkap! Birbaums waren da

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Juni 17th, 2010 @ 05:06:56 , using 89 Wörter, 35675 Ansichten
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Am 24. April 2010 gestartet, nach 266 Std. 6 Min. im Sattel, 4'181 km gefahren und 23'302 Meter Gesamtaufstieg sind wir glücklich und zufrieden am Nordkapp angelangt. Unsere Reise geht weiter. Wir werden ab Honningsvåg das Hurtigruten Postschiff nach Hammerfest nehmen und dann den Fjorden entlang bis nach Torsken fahren. Wir setzen dann mit einer Fähre über nach Andenes auf den Versterålen und radeln dann über die Lofoten nach Å. Danach geht es mit der Fähre nach Bodø, von wo wir am 16. Juli 2010 zurück in die Schweiz fliegen werden. Also bleibt dran.

 

 

 

Durch die Tunnels auf die Nordkap Insel

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Juni 17th, 2010 @ 20:16:42 , using 548 Wörter, 2289 Ansichten
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17.6.2010

Wir verliessen heute früh um 8:00 Uhr Russenes. Der Himmel war bewölkt und ein leichter Nieselregen fiel. Also war Regenkleidung angesagt. Auch der Wind war wieder recht aktiv. Wir hatten den ganzen Tag abwechslungsweise Gegen-, Rücken- und auch Seitenwind. Je nachdem wie wir in den Buchten des Fjords unterwegs waren. Am heikelsten und auch gefährlichsten war jeweils der Wind von der Seite. Wir mussten dann so richtig rein liegen und wenn ein grösseres Fahrzeug vorbeifuhr, war es mit der Stabilität im Argen. Heute sahen wir ungewöhnlich viele Schweizer Schilder an den vorbeifahrenden Fahrzeugen. Wir winkten jeweils, doch bis auf einen jungen Mann aus dem Kanton Luzern, hielt niemand an. Wir wechselten ein paar Worte und vernahmen von ihm, dass er seit letzten Samstag alleine von der Schweiz aus über Finnland hierher unterwegs sei. Er fährt täglich ca. 800 km. Was der alles verpasst. Wir sahen sehr viele Rentierfamilien. Diese scheinen sich an den motorisierten Verkehr gewöhnt zu haben, was für die Velofahrer nicht zutrifft. Sobald diese uns erblickten, sprangen sie in unserer Fahrrichtung davon (stehen bleiben oder retour gehen währe einfacher) und überquerten ganz sicher nach ein paar Metern die Strasse. Wir meinten nur Schaffe seinen blöd, jetzt wissen wir es gibt noch andere einfältige Tiere. Während unserer Fahrt hörten wir auch das Meer rauschen. Wir erreichten ganz gespannt das Südportal des bekannten Nordkap Tunnels. Dieser Tunnel führt vom Festland unter dem Meer auf die Nordkap-Insel. Er ist 6870 Meter lang und führt auf eine Tiefe von 212 m.u.M. Wir hielten vor dem Tunnelportal an, um uns noch einmal zu stärken, ein Angstbisi zu machen und vor allem die Regenkleider ab zuziehen. Die Fahrt begann rasant. Waren wir doch innerhalb von 5 Min. am tiefsten Punkt der Röhre. Die schnelle Fahrt und die kühlen Temperaturen führten zu kalten Fingern, und bei Alfons auch kalten Beinen. Für den Aufstieg auf der anderen Seite benötigten wir sage und schreibe 30 Min. Der Tunnel ist beleuchtet. Doch der Belag ist rau und dadurch sehr laut.Wir hörten die Autos schon von weit weg, konnten sie erst nicht orten. Als sie an uns vorbeiführen machten sie einen betäubenden, höllischen Lärm. Karin fand es nicht so laut. Wer hört hier jetzt besser? Zu unserem Glück, hatten wir eine Zeitspanne mit wenig Verkehr erwischt. Wir kamen ganz nass vom Schwitzen an der anderen Seite an und mussten uns darum schnellstens wieder warm einpacken. Wir haben uns abgesprochen, beim Zahlhäuschen, den Beamten zu überreden, von uns keine Kronen zu verlangen. Karin wollte schon auf Norwegisch sprechen, da kam das durch winkende Handzeichen aus dem Häuschen. Die Holländer hinter uns staunten nicht schlecht. Die Insel begrüsste uns mit Nieselregen. Die Fahrt entlang des Sarnesfjordes war trotzdem sehr schön. Vor Honningsvåg kam noch ein 4440 m langer Tunnel. Wir hofften, dass er flach ist. Wir haben heute ja sicher schon genügend Höhenmeter im Tunnel abgestrampelt. Wir mussten sehr schnell feststellen, dass wir da nicht so leicht durch kommen. Das Profil dieses Tunnels ist bei weitem nicht so schlimm, wie der grosse Bruder. Der 2. Tunnel wurde ist mit Lüftungen versehen, die einen Ohrenbetäubenden Lärm verursachen, meinte Karin. In Honningsvåg sind wir in der Jugi untergebracht. Wir freuen uns auf den morgigen Tag. So wie es momentan aussieht bringt uns der Wettergott sogar gutes Wetter.


Auf dem Weg nach Honningsvåg

Nordkapp Tunnel

Bremsen halten

Beide Tunnels geschafft

4'000 km und Besuch bei den Trollene

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Juni 16th, 2010 @ 19:35:46 , using 433 Wörter, 870 Ansichten
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16.6.2010

Wir frühstückten heute ausgiebig. Vor der Abfahrt diskutierten wir mit zwei jungen Herren aus dem Tirol, die mit dem Auto ans Norkap unterwegs sind. Sie haben im Sinn nicht nur das Nordkap, sondern auch den Knivskjelodden, den wirklich nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes, zu erkunden. Heute konnten wir die Schotterpiste ohne Mühe, es ging ja runter, fahren. In Lakselv öffneten die Geschäfte erst um 9:00 Uhr, was uns zwang zu warten. Dann aber ging es los. Zum ersten Mal fuhren wir an einem Fjord, dem Posangen, entlang. Wir rochen den Salzgeruch des Meerwassers ganz gut. Die Strasse führte mal direkt dem Wasser nach, mal über eine Anhöhe den Felsen entlang nordwärts. Bei einer Aussichtsplatform machten wir einen Fotostopp und wurden sofort von vier Deutschen Reisenden, die mit dem Car unterwegs sind, in Beschlag genommen. Sie staunten nicht schlecht, als sie vernahmen, dass wir von der Schweiz aus bis hierher geradelt sind und noch weiter fahren wollen. Sie fragten „wollt ihr wirklich dorthin? Dort windet es extrem starkt, ist kalt und regnet.“ Sie schossen ein Beweisfoto, um den daheimgebliebenen Verwanten und Freunden die Storry zu erzählen. Danach erreichten wir unsere 4'000 km Marke und machten wie üblich ein Bild. Karin wollte Trollholmsund besuchen, wo Steinmännchen mitten in einer Kieslandschaft stehen. Dazu zweigten wir von der E6 rechts ab und nahmen die 5 km Strecke in Kauf. Bei einer grossen Abfahrt staunten wir nicht schlecht. Im Nu waren wir von 75 m.ü.M auf 2 m.ü.M angekommen. Wir wussten genau, das muss beim Retourweg gestrampelt werden. Am Ende der Strasse stellten wir die Räder ab und gingen ca. 15 Min zu Fuss über Feld und Fels weiter. Das Naturgebilde aus weissem Dolomit mit den sieben Trollen ist mit einer Samischen Legende verbunden. Demzufolge waren sieben Trolle von der Finnmarkvidda hier her gekommen, sie konnten keine Löcher graben und schafften es nicht den Fjord vor Sonnenaufgang zu überqueren. So wurden sie zu Stein. Sie sehen auch ganz drollig aus. Auf dem Rückmarsch kam uns eine ganze Busladung Deutscher Touristen entgegen, die diesen Fleck auch besuchen wollten (Erstaunlich, da viele Touristen dies nicht kennen, keine Zeit haben oder schlicht am Hinweisschild vorbeifahren). Auch diese Reisegruppe interessierte sich für unser Unternehmen und bewunderten uns. Wir sattelten dann die Räder und mussten wie schon erwähnt, die 5 km inklusiv Aufstieg zurück radeln. Für uns ein letztes Training, um auf die Nordkap-Insel zu kommen. Zum Glück haben unsere Fahrräder Geländegänge! Heute haben uns sehr viele Wohnwagen gekreuzt und überholt. Es waren vor allem Fahrzeuge mit französischen Autoschildern. Vielleicht gibt es ja auf dem Norkap ein Franzosen fest.


4'000 km

7 Trolle

Karin der 8. 

Für die liebe Pia,
vom lieben Alfons

Von Karasjok nach Lakselv

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Juni 16th, 2010 @ 17:54:31 , using 423 Wörter, 1575 Ansichten
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15.6.2010  
Nach dem ausgiebigen Frühstück bei Sven Engholm und einem Abschiedsfoto ging es los Richtung Norden. Wir zogen schon bald die Regenkleidung über, da die Wolken immer dunkler wurden. In Karasjok ergänzten wir unseren Proviant. Während Karin im Coop Einkäufe tätigte, sah Alfons auf dem Parkplatz ein Van mit Zürcher Nummernschild stehen. Er ging zum Fahrer und sprach diesen an. Daraus wurde ein längeres Gespräch. Das Ehepaar R. bereist, nachdem sie viele andere Länder gesehen haben, nun auch Norwegen und sind auf dem Weg ans Nordkap und danach auf die Lofoten. Wir fuhren gemütlich, mit mässigem aber stetem Gegenwind, unsere Strecke ab. Wir gewannen mehr und mehr an Höhe und sahen dann auch die ersten Schneeberge. Mal gab es Sonne, mal fielen Regentropfen. Das Landschaftsbild hat sich vom sachten Hochplateau mit der Tundra nun in, von Gletschern gestalteten, Berg und Talformationen gewandelt. Dementsprechend war auch die Topographie der Route. Am Ende der heutigen Fahrt waren wir beide müde, mussten aber noch 2 km auf Schotterpiste mit happigen Aufstiegen bewältigen. Alfons Hinterrad drehte dabei sogar durch. Wir waren froh eine Unterkunft beziehen zu können. Wir haben wahrscheinlich gestern zu wenig Kohlenhydrate zu uns genommen und haben zudem zu kurz geschlafen. Um dem abzuhelfen kochten wir uns jetzt ca. 300 gr. Spaghetti. Das Nordkap liegt nun nur 200 km von uns entfernt. Für unsere Verhältnisse ein Katzensprung.

Bevor wir dieses erreichen, hier die versprochene Auflösung unser Quizfragen vom 9.6.2010

1. Was machen Schwedische Männer in der Freizeit am liebsten?
d.) Rasenmähen 
Die Häuser auf dem Lande sind mit riesigen Rasenflächen umgeben. Überall wo wir hinkamen, war sicher ein Mann mit Schallschutz am Kopf auf einem fahrbaren Rasenmäher unterwegs. Dies bei jedem Wetter und auch Sonntags.

2. Wie erkennt man, dass in einem fahrenden Auto ein Schwede/In hinter dem Steuer sitzt? 
a.) Telefoniert mit dem Mobile beim Fahren 
b.) Fährt Volvo 
c.) Hat mindestens 2 extra grosse Scheinwerfer an der Front des Autos 
d.) Zieht einen einachsigen Anhänger nach 
Wir haben selten so viele Autofahrer mit dem Handy am Ohr gesehen, wie hier. Die anderen Aussagen treffen jedoch auch zu.

3. Was geschieht mit den ausgedienten Autos in Schweden?
c.) Sie verrosten in Grünen rund um die Häuser  

4. Was ist Loppis??
c.) Antiquitätenladen  

5. Wie viele Strassen-Km wurden vom Start in Göteborg bis an die finnische Grenze von uns abgespuhlt?
1774 km

6. Wie viele Höhenmeter haben wir dabei überwunden?
9612 Höhenmeter

7. Wie viele Pannen hatten wir in Schweden?
2 Pannen

8. Wie viele Elche hat Karin gesehen?
7 Elche

9. Wie oft ist Alfons mit dem Fahrrad umgefallen?
12 mal

10. Mit wie vielen Schweizern (ausser uns beiden) haben wir in Schweden gesprochen?
mit 16


Abschied von der Huskyfarm

Nach 124 km, 703 Höhenmeter ab ins Bijoux

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Juni 14th, 2010 @ 22:02:39 , using 507 Wörter, 763 Ansichten
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14.6.2010

Gestern Abend traf auf dem Campingplatz Wolfgang aus Augsburg, auch ein Radfahrer, ein. Er ist in Oslo gestartet fuhr dann durch Schweden und geht ans Nordkap. Dann wird er weitersehen, wie die Reise aussehen soll. Später traf noch ein Bus mit vielen Reisenden ein, die in den noch freien Häuschen übernachteten. Erst musste jeder sein Gepäck über den ganzen Zeltplatz schleppen, dann wurde von ein paar Mitglieder vor dem Bus für die ganze Gruppe gekocht. Wir fanden es lustig dem Treiben zu zusehen. Noch cooler waren die beiden Französinnen, die ihren Citroen Belingo umpackten, um dann gemeinsam im oberen Teil des Autos zu schlafen.Wir diskutierten mit dem Campingbesitzer über Gott und die Welt. Er war vor vielen Jahren einmal kurz in der Schweiz, in St. Moritz, und fand das Leben da sehr teuer. Ihn interessierte auch die Frage, warum die Schweiz nicht in der EU sei. In Norwegen gebe es eine Minderheit die einen Beitritt wünschten, was er aber gar nicht unterstützen könne. Wir informierten uns auch über die Strassensperre zwischen Kautokeino und Alta. Er sagte uns, dass die Strasse während 10 Tagen gesperrt war, jetzt aber wieder offen sei. Wir gingen dann, bei Tageslicht natürich, schlafen.

Heute Morgen starteten wir nicht so früh, da das nächste Geschäft erst um 8 Uhr öffnete. Und das übernächste wohl erst in 130 km Entfernung zu erwarten ist. Wir besorgten uns noch Proviant und fuhren los. Auch Wolfgang machte hier seine Einkäufe. Wir fuhren Richtung Alta. Kurz vor der Abzweigung nach Karasjok machten wir unseren täglichen Bananenhalt. Während wir uns verpflegten, fuhr uns Wolfang entgegen. Wir wünschten einander gute Weiterreise. Er fuhr weiter Richtung Alta. Nun sattelten auch wir unsere Räder, fuhren los und schwenkten ab auf die Strasse 92 nach Karasjok. Obwohl wir auf Hochebenen fuhren, war die Strecke alles andere als eben. Die Strecke verbarg happige Rauf- und Runter-Fahrten. Beim Kilometer 75 kam uns ein weiterer Radfahrer (mit Anhänger) entgegen. Er kommt aus Lindau und ist ab Kirkenes ans Nordkap und jetzt unterwegs nach Süden. Wir hielten an und tauschten Erfahrungen, Erlebnisse und Fragen aus. Für die heutige Nacht haben wir in einer Jugendherberge kurz vor Karasjok ein Hüttchen reserviert. Nach 124 km trafen wir dort ein. Es ist die Huskyfarm von Sven. Seit 1985 ist er Besitzer eines recht grossen Stück Landes, und hat darauf im Eigenbau verschieden Häuschen gebaut. Es sind schöne mit viel Liebe eingerichtete Wald- , Jägerhäuschen. Alle Gebrauchsgegenstände sind irgendwie aufgehängt. Einfach super. Auch das Gemeinschaftshaus mit Küche, Essraum, Dusche und WC hat er so gestaltet. Wir konnten da auch Abendessen. Neben uns hat auch eine Belgische Familie gegessen. Nach dem Essen konnten wir bei der Fütterung zweier Huskys-Weibchen, die vor kurzen Welpen zur Welt gebracht hatten, zusehen. Wir erhielten dabei viel Informationen über das Leben hier, sowie über die Haltung, die Zucht und das Training dieser Tiere. Jetzt ist Karin aber Hundemüde! Gute Nacht.


Karin in einem der vielen Aufstiegen

Dieser Fluss hat uns die letzten 30 km begleitet 

Uner heutiges Heim

Gemeinschaftshaus

Tisch aus Stein, an der Decke aufgehängt
mit Gästebuch in Leder gefasst

Das Abendbuffet

Huskys

10 Tage alter Welpe

Hei hei Finland – Hei Norge

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Juni 13th, 2010 @ 14:23:43 , using 375 Wörter, 795 Ansichten
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13.6.2010

In der Hoffnung die beiden Schweizer Kollegen von gestern noch einmal zu treffen, starteten wir heute früh, ganz früh, sehr früh (5:00 finnische Zeit). Wir spekulierten damit, dass sie auf einem Campingplatz zwischen Enontekiö und Kautokeino, unser Ziel, übernachtet haben. Leider ist unsere Rechnung nicht aufgegangen, wir haben sie nicht getroffen. Dennoch war die Strecke äusserst schön. Sehr wenig Verkehr, ca. halbstündlich ein Auto. Dafür sahen wir verschiedene Gruppen Rentiere. Eines mit einem schönen Geweih war ganz verstört, als es uns sah. Es wollte davon springen, konnte sich aber nicht für das weiche Moos entscheiden und sprang auf dem Asphalt der Strasse entlang. Es hatte einen ganz eigenen Rennstiel. Die Hinterläufe waren wie versteift, so dass es das Becken extrem bewegen musste. Schon bald überquerten wir die Grenze nach Norwegen, unserem Zielland. Die Gegend hier ist ganz anders als wir es uns bisher gewohnt waren. Da nur buschartige Hölzer, vorallem Birkenbüsche, in der mit Moor und Seen umgebenen Landschaft wachsen, hatten wir ein prächtige Aussicht über das Hochplateau. Die Strasse verlief in ganz grossen Zügen, mal rauf mal runter. Wir sahen auf den Anhöhen, wie diese sich in die Gegend schlängelt und konnten so die kommenden Strassenkilometer zum Voraus sehen. Wir kamen früh in Kautokeino an. Als wir zu unserem Häuschen, das Nachtquartier, liefen war ein finnischer Radfahrer dabei seine sieben Sachen zu packen um sich auf den Weg nach Enontekiö zu machen. Er staunte nicht schlecht über unserer Ausrüstung. Er hatte sein Gepäck zum grössten Teil auf dem hinteren Packträger gestapelt und sein Rad war unserer Meinung nach alles andere als stabil. Er erzählte uns, dass er vom Nordkap komme und jetzt nach Hause müsse, da die Arbeit warte und die Kollegen wieder mit ihm tanzen gehen möchten. Wir verabschiedeten uns, verstauten unsere sieben Sachen im Häuschen und liefen dann ins Dorf, wenn man dem so sagen kann. Hier sind die Häuser irgendwie in die Gegend gestellt. Wir konnten kein System erkennen. Wir wollten noch Einkäufe für das Abendessen machen. Doch die Geschäfte sind hier im Unterschied zu Schweden und Finnland am Sonntag geschlossen. Wir besorgten uns noch Norwegische Kronen und liefen dann wieder zurück. Zu Hause ging es an die Arbeit. Alfons hatte Wäschetag.


Hi Norge

Strasse soweit das Auge reicht

Alfons hat gewaschen

Die Welt ist klein

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Juni 12th, 2010 @ 16:34:19 , using 298 Wörter, 752 Ansichten
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12.6.2010

Wir starteten früh, als rundum noch alles schlief. Wir hatten die Strasse praktisch für uns alleine. Zwischendurch meldete sich wieder ein mässiger Gegenwind, doch der konnte uns nichts antun. In der Zwischenzeit haben wir uns auch an diese Wetterkapriole gewöhnt. Wie wir so dahin rollten, sahen wir auf der Gegenseite von weitem einen Radfahrer daherkommen. Auf unserer Höhe erkannten wir, dass er mit Sack und Pack unterwegs war. Wir hielten an und wechselten ein paar Worte. Es war Rob aus Holland, der ganz alleine von zu Hause aus über Finnland ans Nordkap gefahren und nun auf dem Heimweg ist. Schön, dass wir zu zweit unterwegs sind. Alleine zu fahren ist eine zusätzliche Herausforderung. In Enontekiö fanden wir schnell eine Unterkunft und gingen ins Dorf zum Einkaufen. Vor dem Geschäft sahen wir zwei weitere, voll bepackte Radfahrer daherkommen. Sie meinten in Deutsch, „da ist ja tote Hose“. Wir sprachen die beiden sofort an. Sie kommen aus Basel, heissen Hugo und Remo und suchen ein Restaurant um etwas zu essen. An der gegenüberliegenden Strassenseite sahen wir ein Café. Bevor die beiden dorthin gingen, diskutierten wir über die gefahrenen Strecken und was weiter noch kommt. Wir tauschten die Blog-Adressen aus und verabschiedeten uns von einander. Beim zurück laufen in unsere Unterkunft fuhren die beiden Schweizer noch einmal bei uns vorbei. Alfons meinte beiläufig, dass er das einte Gesicht kenne. Zuhause schalteten wir den Laptop an und öffneten ihre Blog-Seite. Erst jetzt sahen wir die vollen Namen der beiden und stellten fest, dass einer ein früherer Angestellter der gleichen Firma war, in der Alfons arbeitet. Sein Aussehen hat sich verändert und in der Velobekleidung und mit dem Helm sah er anders aus. Wir hoffen die beiden nochmals zu treffen und Hugo unsere Erkenntnisse mitzuteilen.

 


Weite Strasse für uns allein

Unsere Unterkunft

Freier Tag in Muonio

Verfasst von:Alfons Birbaum
Published on Juni 11th, 2010 @ 16:50:16 , using 219 Wörter, 777 Ansichten
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11.6.2010

Heute schliefen wir so richtig aus. Nach dem Frühstück in unserer super Unterkunft inspizierten wir beide Fahrräder. Wir kontrollierten, Luft in den Rädern, halt aller Schrauben und die Länge der Ketten. Um die vorderen und besonders die hinteren Ritzel zu schonen, montierten wir dann neue Ketten. Die bereits gebrauchten nehmen wir als Sicherheitsreserve mit. Danach schlenderten wir durch die Hotelanlage Harriniva. Diese ist als Erlebnispark ausgestattet mit Hotel, Zeltplatz, Stugas und vielen Gemeinschaftshäusern. Hier werden viele Aktivitäten angeboten wie River Rafting, Biken, Fischen, im Winter Schneetöfffahren, Langlauf, Hundeschlitten und vieles mehr. Zum Hotel gehört darum auch eine riesige Huskyfarm, die nur mit einem Guide betreten werden kann. Wir sind einen Teil der Langlaufstrecke gegangen und kamen an dieser Farm vorbei. Sie ist ringsum mit Holzverschlag eingezäunt. Die ersten Hunde sahen uns, fingen an zu bellen und vor allem zu heulen. Es war lustig aber sehr laut. Weil die Sonne so schön wärmte, schaukelten wir dann während längerer Zeit auf einer grossen Schaukel am Ufer des Muonio. Es ist auch schön, mal nichts zu tun. Morgen geht es weiter Richtung Nordkap. Wir fahren die von uns geplante Route Enontekiö, Kautokeino und dann über Karasjok. Die Strasse nach Alta ist wegen einer defekten Brücke gesperrt, wurde uns gesagt.


Einrichtungen für spezielle Abenteuer

Schaukeln am Muonio

Huskys durch eine Lücke im Zaun

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